Die Polen in Rapperswil  
 

 
Das einst mächtige Königreich Polen-Litauen erlebte im 18. Jh. eine Schwächeperiode und seinen Niedergang. Gleichzeitig hatte die wirtschaftliche und militärische Stärke der Nachbarn Polens (Russland, Preussen und Österreich) bedeutend zugenommen. Dies führte dazu, dass Polen trotz Gegenwehr (1768, 1794) in drei Schritten (1772, 1793, 1795) von den Nachbarländern besetzt wurde und von der Landkarte Europas für 123 Jahre verschwand.

Der Kampf um ein freies Vaterland wurde im 19. und beginnenden 20. Jh. zum Hauptziel polnischer Bestrebungen und zum wichtigsten Inhalt polnischer Kultur (in Literatur, Dichtung, Drama, Malerei und Musik). Ein Marschlied der polnischen Legionen unter Napoleon I. "Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben..." wurde zur polnischen Nationalhymne. Die Flüchtlinge der grossen polnischen Aufstände von 1830 und 1863 kamen auch in die Schweiz; unter ihnen Graf Wladyslaw Plater. Ihm verdanken wir die 1868 errichtete und heute vor dem Rapperswiler Schloss stehende "Polnische Freiheitssäule" sowie zwei Jahre später die Eröffnung des ersten Polnischen Nationalmuseums.

 

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