Das Polenmuseum Rapperswil  
 


Das Polenmuseum Rapperswil befindet sich auf einer Halbinsel im Zürichsee, in einer über der Stadt Rapperswil liegenden Burg aus dem 13. Jh. Es blickt auf eine über 130-jährige Tradition zurück. Seit 1870 war es das polnische Nationalmuseum, da Polen zu dieser Zeit von seinen Nachbarn besetzt war. Die Geschichte des Polenmuseums umfasst 3 Zeitabschnitte (1870-1927; 1936-1952 seit 1975 bis heute). Grundlage der Museumsaktivitäten war das Schweizern und Polen gemeinsame Ideal der Freiheit. Die Eidgenossen unterstützten stets die polnischen Freiheitsbestrebungen und Aspirationen, ein Teil des westeuropäischen Kulturkreises zu sein.

1954 wurde der Verein der Freunde des Polenmuseums Rapperswil (FdPMR) von bekannten Schweizern und polnischen Emigranten in der Schweiz gegründet. Ihnen gemeinsam war, dass sie gegen die Unterjochung Polens und halb Europas durch das kommunistische Regime Moskaus waren. 1975 überliess die Ortsgemeinde Rapperswil dem Verein FdPMR das zweite (grösste) Stockwerk des Schlosses zwecks Einrichtung eines dritten Polenmuseums. Die anfänglich bescheidene Sammlung des Polenmuseums ist seitdem dank der Gaben polnischer Emigranten und Polenfreunde in Anzahl und Qualität ständig gewachsen. Infolge der SOLIDARNOSC-Bewegung in Polen (1980-81) erreichte die Popularität des Polenmuseums ihren Höhepunkt; es wurde erneut zum "Ausstellungsfenster des um seine Freiheit ringenden Polen auf Helvetiens freiem Boden".

Das heutige Polenmuseum mit Bibliothek und Archiv wird von ehrenamtlichen, in der Schweiz lebenden Mitarbeitern geführt. Verwaltet wird es durch den Verein FdPMR, welcher seit 1978 von der Polnischen Kulturstiftung "Libertas" Rapperswil unterstützt wird. Im ersten Vierteljahrhundert seines Bestehens wurde das Museum von über 300 000 Gästen aus aller Welt besucht. Immer noch gilt für Schweizer und Polen die auf der "Polnischen Freiheitssäule" eingravierte Parole: "MAGNA RES LIBERTAS" - DIE FREIHEIT IST EINE GROSSE SACHE.

 

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