Polenmuseum in Rapperswil

PL   DE   EN

Das Kulturgut  Klasse A

 

Online-Archiv

Die Freiheitssäule

Kościuszko-Mausoleum

Grabmal

2. Schützendivision

Stefan Żeromski

Die Freiheitssäule (Säule von Bar)

 

Im Jahre 1868 hat man in Rapperswil, über den Ufern des Zürichsees, eine schlanke Säule errichtet, die gekrönt ist von einer Figur mit zum Flug ansetzendem Adler und fortan „Säule von Bar“ oder „Freiheitssäule“ (bisweilen sogar einfach nur noch „Polensäule“) genannt werden sollte; denn sie wurde zum hundertsten Jahrestag der Konföderation von Bar aufgestellt, die vom polnischen Adel zur Abwehr der wachsenden Einflüsse Russlands geschlossen worden war. Auf dem Sockel der Säule befindet sich das Wappen der „Republik beider Völker“ (Polen und Litauen) sowie die Inschrift MAGNA RES LIBERTAS (Freiheit ist eine grosse Sache). Die Errichtung der an die Konföderation von Bar erinnernden Säule verdanken wir einer Initiative von Graf Władysław Broël-Plater (1808-1889), der einer der aktivsten polnischen Emigranten in der Schweiz war. Plater, aus einer begüterten Familie aus Inflantien (heutiges Lettgallen im östlichen Teil Lettlands) stammend und Sohn eines Obersten der napoleonischen Armee, hatte persönlich aktiv am Novemberaufstand (1831) teilgenommen. Nach dessen Scheitern zog er nach Paris, und im Jahre 1844 liess er sich zusammen mit seiner Frau Karoline Bauer, einer vormals populären deutschen Schauspielerin, in der Schweiz nieder. Ort der Wohnsitznahme wurde die Gemeinde Kilchberg unweit von Zürich. Heute erinnert nur noch der Name des Landgutes „Broelberg“ und das Einfahrtstor an die einstigen Besitzer.

Die Tatsache, dass sich die politisch unabhängige Schweiz als derjenige Ort erwies, an welchem polnische Flüchtlinge ohne jedes Hindernis ihre Tätigkeit zur Erlangung der Unabhängikeit Polens entfalten konnten, ist durch die Inschrift auf dem Sockel der Säule gewürdigt worden. Die Säule entworfen hat Julius Stadler, ein Professor an der ETH, geschaffen hat sie der lokale Bildhauer Louis Wethli senior (1842 - 1914). Ursprünglich war sie in bedeutend weiterer Entfernung vom Schlosstor aufgestellt worden, nämlich am Ende der auf den See hinausführenden Landzunge. Als sie nur zwei Jahre nach ihrer Enthüllung im Juni 1870 während eines heftigen Sturmes beschädigt wurde, fällte man den Beschluss zur Überführung der Säule in den Schlosshof. Restauriert und nun für jeden Besucher auf dem Gipfel des Schlosshügels gut sichtbar, erinnert sie diesen an die polnische Geschichte und ist gleichzeitig ein Symbol für die polnisch-schweizerische Freundschaft.

Tadeusz Kościuszko Mausoleum

 

Als wichtigstes Dankmal und sozusagen „ideelles Zentrum“ des Schlosses galt  die Urne mit dem Herzen von General Tadeusz Kościuszko, dem Anführer des Aufstandes von 1794, der 1817 in Solothurn gestorben war. Die von Wincenty Trojanowski angefertigte schmuckvolle Urne aus Bronze kam 1895 nach Rapperswil, wo sie zwei Jahre später in einem eigens dafür konzipierten Mausoleum im Erdgeschoss des vom Architekten Xaver Müller entworfenen Pulverturmes aufgestellt wurde. Hier kam das Herz des Heerführers an einem für ihn würdigen Ort zu stehen: das Innere schmückten Bilder des Münchner Malers Stephan Herweg, die u.a. Engel und die Muttergottes von Tschenstochau darstellten.

 

Grabmal der Gründer des Polenmuseums

Copyright © Polenmuseum in Rapperswil

Im Nordosten der Schlossanlage befindet sich in einem kleinen Hof das gemeinsame Grabmal für die Gründer des Polnischen Nationalmuseums: von Graf Stanisław Broël-Plater und seiner Frau Karoline Bauer (gest. 1877), einer bekannten deutschen Schauspielerin, sowie von Henryk Bukowski (gest. 1900), eines polnischen Emigranten und Antiquars in Stockholm und generösen Spenders des Museums. Geschaffen hat das Grabmal der Schweizer Architekt Xaver Müller aus Rapperswil.

Gedenktafel für die polnischen Soldaten der 2. Schützendivision

Copyright © Polenmuseum in Rapperswil

Photo: Ryszard Piotrowski

Gedenktafel für  Stefan Żeromski

Copyright © Polenmuseum in Rapperswil

Polnische Spuren in Rapperswil

ÖFFNUNGSZEITEN

 

Täglich: 13:00 - 17:00 (April - Oktober)

 

Wochenenden: 13:00 - 17:00 (März, November, Dezember)

 

Geschlossen: Ostersonntag, 24., 25., 26. Dezember

Januar - Februar (nur nach vorheriger Vereinbarung)

ADRESSE

 

POLENMUSEUM

Schloss Rapperswil

Postfach 1251

 

CH-8640 Rapperswil

Schweiz

 

muzeum.polskie@muzeum-polskie.org

 

Telefon: 0041 (0)55 210 1862

Fax: 0041 (0)55 210 0662

ANFAHRT

Newsletter

 

Copyright © Polenmuseum in Rapperswil

Webmaster MJC