Polenmuseum in Rapperswil

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Das Kulturgut  Klasse A

 

Online-Archiv

BERNSTEIN

Gold des Nordens

Sonderausstellung

 

Begrüssung:

 

Maria Cajochen

Kuratorin der Ausstellung

 

Vortrag:

Dr. Thomas Bolliger

Sauriermuseum Aathal

Bernstein – ein Fenster in die Urzeit

Harz produzierende Pflanzen, Chemische Zusammensetzung, älteste Vorkommen, Bernsteinvorkommen weltweit, faszinierende Überlieferung ehemaliger Lebewesen.

 

Herr Zenon Śmigel, Bernsteinkenner und Besitzer der Firma „Bursztyn” in Tuchola schätzt Ihre mitgebrachten Gegeständen aus Bernstein.

 

Musikalische Begleitung:

Lech Antonio Uszyński

 

Leicht, warm, matt, nach dem Schliff in vielen wechselnden Farben auftretend und ein reiches Innenleben freilegend – das sind die Hauptmerkmale des Harzes, in welchem die Natur Fauna und Flora aus einer Zeit von vor 40 Millionen Jahren verewigt hat. Bernstein – oft irrtümlich für ein Mineral oder einen Stein gehalten – wird in Europa seit Jahrhunderten gewonnen und in den Gewässern des baltischen Meerbusens ans Tageslicht gefördert. Wegen seiner zahlreichen Eigenschaften wird er „Gold des Nordens“ genannt.

Seit der Antike war Bernstein begehrt und von verschiedenen Legenden umwoben. Es wurden ihm magische Eigenschaften zugeschrieben, man wurden daraus Amulette geschaffen, die auch getragen wurden, er hatte auch in der Heilmittelkunde seinen Platz. Natürlich diente er wegen seiner Schönheit auch zur Produktion von Schmuck und zu Dekorationszwecken. Er war ein Statussymbol.

Eine erste wissenschaftliche Erklärung der Herkunft von Bernstein gab bereits in der Antike der römische Gelehrte Plinius der Ältere (23/24 – 79 n.Chr.) in seiner „Naturalis historia“. Der Dichter Ovid erzählt in seinen Metamorphosen den Mythos von Phaëton, dem Sohn des Sonnengottes Helios und der Klymene:

Nach dem tragischen Tod des Phaëton wurden seine Mutter sowie seine Schwestern, die Heliaden, in Pappeln verwandelt, von denen Tränen in Form des Pflanzenharzes herabtropfen, das an der Sonne zu Bernstein getrocknet wird.

 

„Die Bernsteinstrasse“, „Zwischen Magie und Dekoration“, „Luxus und Statussymbol“ und „Bernsteinfunde in der Schweiz“ – so lauten die einzelnen Themen der Ausstellung. Bernstein spielte für die Menschen verschiedene Rollen: Es diente als Amulett mit magischer Eigenschaft, das vor Bösem schützt, als Zier zur Verschönerung und zum Hervorheben von Schönheit, als Heilmittel sowie als Dekorationselement für die Inneneinrichtung. Bernstein kommt auch heute noch in der ornamentalen Kunst und in der Goldschmiedekunst zur Anwendung. Bernstein passt ausgezeichnet zu Silber, Gold und Platin.

 

„Bernstein – ein Fenster in die Urzeit”

Vortrag von Dr. Thomas Bolliger, Sauriermuseum in Aathal,

 

Der Referent behandelt die folgenden Themen: Die Harz produzierenden Pflanzen, Chemische Zusammensetzung, älteste Vorkommen, Bernsteinvorkommen weltweit, faszinierende Zeugnisse von Lebewesen aus früheren Zeiten.

 

An der Vernissage können die Gäste Stücke aus der eigenen Bernsteinsammlung oder alte Bestände aus ihren Schubladen auf Echtheit überprüfen lassen. Der Bernsteinexperte Zenon Śmigel zeigt, wie Bernstein verarbeitet wird, und schätzt den Wert der ihm vorgelegten Stücke ein.

Die Vernissage wird begleitet von einem Konzert von Lech Antonio Uszyński aus Riehen.

 

Workshops und Kurse zu „Erwerben, Erleben, Experimentieren“

Die Ausstellung richtet sich auch an Kinder und die Schuljugend. Der Experimentalteil soll die Eigenschaften von Bernstein näherbringen. Die Knaben können Spielwürfel herstellen unter Verwendung altertümlicher Bohrgeräte, Mädchen können selber Armbänder oder Halsketten aus Bernstein anfertigen. Die Workshops stehen unter der Leitung von Maria Cjochen, die sich auch berufsmässig mit der Herstellung von Bernsteinschmuck beschäftigt.

 

Die Führung für die Schuljugend endet mit einem Experimentalteil – man kann die Echtheit des Bernsteins testen, dessen elektrisierende Eigenschaft erleben und Bernstein in kleinen Weihrauch-Gefässen verbrennen.

 

Auch Erwachsene haben die Möglichkeit, eine Halskette aus Bernstein anzufertigen.

 

 

Gold des Nordens – Amber of the North

Ausstellung im Polenmuseum in Rapperswil

06. Mai - 31. Oktober 2017

Kuratorin: Maria Cajochen

Vernissage und Vortrag: 6. Mai 2017 um 18.00 Uhr.

Dr. Thomas Bolliger, Sauriermuseum Aathal

Bernstein – ein Fenster in die Urzeit

Die Harz produzierenden Pflanzen, Chemische Zusammensetzung, älteste Vorkommen, Bernsteinvorkommen weltweit, faszinierende Zeugnisse von Lebewesen aus früheren Zeiten.

 

Musikalische Begleitung: Lech Antonio Uszyński

 

Weitere Führungen und Kurse auf Anfrage: cajochenmaria@gmail.com

 

Tel. 055 210 18 62 /61

ÖFFNUNGSZEITEN

 

Täglich: 13:00 - 17:00 (April - Oktober)

 

Wochenenden: 13:00 - 17:00 (März, November, Dezember)

 

Geschlossen: Ostersonntag, 24., 25., 26. Dezember

Januar - Februar (nur nach vorheriger Vereinbarung)

ADRESSE

 

POLENMUSEUM

Schloss Rapperswil

Postfach 1251

 

CH-8640 Rapperswil

Schweiz

 

muzeum.polskie@muzeum-polskie.org

 

Telefon: 0041 (0)55 210 1862

Fax: 0041 (0)55 210 0662

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