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Ostpreussens gerettete Geschichte
Die archäologischen Inventarbücher aus dem ehemaligen Prussia-Museum
Die Prussia-Sammlung in Königsberg war seit dem 19. Jahrhundert die wichtigste archäologische Sammlung zur Vor- und Frühgeschichte Ostpreussens und hatte eine Bedeutung, die weit über die Grenzen Ostpreussens hinausging. Nach dem Zweiten Weltkrieg war man für viele Jahre überzeugt, dass nahezu die ganze Sammlung des Prussia-Museums zerstört worden war. In der Folge tauchten jedoch an verschiedensten Orten über hunderttausend Exponate und Archivalien wieder auf. Unter anderem fand man 1967 in den Ruinen des Königsberger Schlosses die Museumsdokumentation des Prussia-Museums in Form einiger Inventarbücher. Diese wurden im letzten Jahr in der Werkstatt für Konservierung und Reprographie des Staatsarchivs Olsztyn restauriert. Die in Olsztyn konservierten 15 Inventarbücher beinhalten vorwiegend Informationen über Funde aus Masuren und dem Samland, die aus Untersuchungen aus den Jahren 1878-1938 stammen. Die Angaben aus den Inventaren ermöglichen eine Identifizierung vieler bisher unbestimmter Funde sowohl aus deutschen wie aus russischen Sammlungen. Die archäologischen Inventarbücher aus dem ehemaligen Prussia-Museum sind ein eindrückliches Beispiel einer intensiven Zusammenarbeit vieler Forscher, insbesondere aus Polen, Deutschland, Russland und Litauen. Ab dem Freitag, 20. Juni werden die Inventarbücher im Polenmuseum in Rapperswil SG zu sehen sein. |
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