Josef Wilkon

wurde 1930 bei Krakau geboren. Im Anschluss an sein Studium von Malerei und Kunstgeschichte an der Kunst­akade­mie in Krakau (1955), verbrachte Wilkon ein Jahr in Paris. Schon bald erhielt er Aufträge auch französischer und deutscher Verlage. Heute geniesst er internationalen Ruf als Illustrator von Kindermärchen und Gedichten und ist nicht nur bei Kindern geschätzt und beliebt.

Auf die Frage, wie seine Bilder entstehen, sagt Wilkon: „Zuerst muss man wissen, wie das aussieht, was man malen will: der Mensch, der Fisch, der Vogel, das Blatt oder das Tier. Dann muss man wissen, wie es sich bewegt; alles was da läuft, kriecht, schwimmt und fliegt. Für viele ist dies bereits das Ende ihrer Ausbildung. Einige gehen jedoch weiter, sie können die Traurigkeit und Freude, die Angst und den Mut darstellen. Nur Wenigen gelingt es den Schlaf, die Ruhe zu malen und sogar den Duft und Geschmack des Obstes. Wenn man all‘ dieses kann, muss man schliesslich noch lernen, wie sich Text und Bild so zusammenfügen, damit im Buch die Spannung wächst wie im Theater, damit alles zur rechten Zeit und im richtigen Verhältnis vorkommt.“

Wilkon ist ein Meister von phantasievollen Illustrationen zu märchenhaften Texten. Seine Bücher erzählen von Kindheiten in einer kalten, windigen Welt, in der man sich sehr einsam fühlen würde, hätte man nicht gelernt, zur eigenen Identität und seinem Wert zu finden.

In Polen erschienen an die 100 von ihm illustrierte Bücher für Kinder und Erwachsene. Er illustrierte 55 im Ausland erschienene Bücher. In Japan ist man dabei, für ihn ein eigenes Museum zu schaffen. In deutscher Sprache erschienen sieben von Wilkon illustrierte Kinderbücher im Bohem Press Verlag Zürich.